[Projekt 52] Ein Pingu steht im Walde


„Ein … steht im Walde“ lautete das Thema der vergangenen Woche – es ist inzwischen das 24te.  Tja, da wir in der Kürze der Zeit leider keinen ordentlichen Wald wachsen lassen konnten, hat sich mein Pingu kurzerhand ein anderes nettes Plätzchen im Grünen gesucht.  Er hat also zwischen Büschen und Blumen im Balkonkasten posiert. Und es sieht doch fast so aus, als stünde Pingu im Walde, oder?  Sein schattiges Plätzchen hat ihm übrigens so gut gefallen, dass er bei diesem sonnigen Wetter dort gar nicht mehr weg wollte…

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[Gelesen] Die Maurin von Lea Korte

Lea Korte: Die Maurin
Genre: Historischer Roman
Seiten: 663 Seiten
Verlag: Droemer/Knaur
ISBN: 978-3426502303 Pick It!

Inhalt
Andalusien im 15. Jahrhundert: Zwischen Mauren und Christen toben erbitterte Kämpfe – Kämpfe, die auch das Leben der jungen Zahra nicht unberührt lassen. Als Hofdame und enge Vertraute Aischas, der Hauptfrau des Emirs, gerät sie in ein grausames Spiel aus Intrigen und rücksichtslosen Machtkämpfen. Dann verliebt sie sich ausgerechnet in den Spanier Gonzalo – eine Liebe, die sie in tödliche Gefahr bringt…

Kommentar zum Buch & Fazit:

Zahra ist ein junges, hübsches Mädchen mit einem eigenen Kopf. Sie sträubt sich gegen jegliche Zwänge und sehnt sich nach einem freien, selbstbestimmten Leben. Doch Zahra lebt in einer gefährlichen Zeit: Mauren und Christen sind sich nicht wohlgesinnt und der Krieg steht bevor…
Was braucht ein historischer Roman? Natürlich, einen Helden – oder vorzugsweise eine Heldin – einige Bösewichte, möglicherweise noch den ein oder anderen Liebhaber und natürlich etliche Herausforderungen und Abenteuer, die bestanden werden müssen. Ähnlich sieht auch das Grundgerüst der „Maurin“ aus. Dennoch ist „Die Maurin“ in meinen Augen kein alltäglicher historischer Roman.

An manchen Stellen hat man den Eindruck, Lea Korte male mit Worten: Die Landschaft und die Menschen kann man vor seinem inneren Auge aufziehen sehen. Und auch die Lebensumstände und die Religionen schildert sie wohl – größtenteils – detailliert und glaubwürdig. Interessant ist, dass ein Großteil der Figuren – mal abgesehen von der Familie der Protagonistin – nicht Lea Kortes Fantasie entsprungen sind, sondern Personen der Zeitgeschichte sind. Ob die mit ihrer Darstellung zufrieden wären, sei hier mal außen vor gelassen.

Seltsamerweise kann sich Zahra allerdings unglaublich viele Freiheiten erlauben, die – anders als wohl im wahren Leben – von ihrem Vater und Bruder fast ausnahmslos verziehen werden. Aber gut, es ist ja ein Roman… Und da die Charaktere und deren Entwicklung – mal abgesehen von einigen Stereotypen – ansonsten gut gelungen sind, kann man darüber wohl hinwegsehen. Positiv aufgefallen ist mir auch, dass die (obligatorische) Liebesgeschichte tatsächlich noch einige Überraschungen birgt.
Beim Lesen kam es mir vor, als hätte ich eine Reise in Zahras Welt unternommen. Am Ende war ich gewissermaßen enttäuscht, dass ich nicht noch länger in Zahras Welt eintauchen kann. Zwar hat das Buch an einigen Stellen Längen, aber insgesamt kam das Ende tatsächlich überraschend und irgendwie (selbst bei über 660 Seiten) viel zu schnell….
Positiv anzumerken ist auch, dass das Buch eine Zeittafel mit Übersicht über die historischen Ereignisse, Stammbäume der historischen Personen und ein Glossar enthält. Nur die Personenübersicht wäre meines Erachtens besser am Ende des Buches aufgehoben. Denn wer vor dem Lesen versehentlich einen zu langen Blick auf diese Übersicht wagt, der kann bereits ungewollt einiges über die Geschichte erfahren.

Insgesamt ist „Die Maurin“ in meinen Augen ein sicherlich lesenswertes Buch, dass durch eine interessante Geschichte, eine schöne Sprache und gute Recherchen überzeugt.

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Noch einmal ein Dankeschön an Bella bei deren Gewinnspiel ich dieses Buch gewonnen habe.

[Alltagsfgeflüster]

Habt ihr schon einmal Glühwürmchen gesehen? Ich war gestern bei einer abendlichen Führung durch den örtlichen Tierpark und konnte mich an diesem „Glühwürmchen“-Schauspiel gar nicht satt sehen. Nach Einbruch der Dämmerung konnte man am Wegesrand ganz viele winzige Lichter entdecken, die in der Luft zu tanzen schienen. So viele Glühwürmchen habe ich vorher noch nie an einem Ort gesehen. Das sah unglaublich aus…

Literatur:
Ich habe momentan mehrere Bücher angefangen, die ich jetzt parallel lesen werde. Das ist für mich sehr ungewöhnlich, aber da es sich bei einem Buch um eine Sammlung von Kurzgeschichten („Samt & Bittermandel“ von Joanne Harris) handelt, geht das ganz gut. Außerdem habe ich „Schwarzes Eis“ von Michael Connelly in der Bücherei nur Großschrift erwischt und mehr als zwanzig Seiten kann ich davon nicht am Stück von lesen. Immer wenn ich das Buch zur Hand nehme kommt es mir vor, als werde ich von den Buchstaben erschlagen…
Ein paar Rezensionen stehen auch noch aus, unter anderem habe ich vor kurzem nämlich „Die Maurin“ von Lea Korte beendet. Mal schauen, wann ich zum Schreiben komme…

Hier (oben) seht ihr einen Auszug aus dem Krimi in Großschrift und unten gibt’s einen direkten Vergleich zwischen dieser und der normalen Schriftgröße…

[Gelesen] Der Dienstagabend-Club von Agatha Christie

Agatha Christie: Der Dienstagabend-Club

Genre: Krimi
Seiten: 197
Verlag: Scherz
ISBN: 978-3502517016
Originaltitel: The Thirteen Problems

Inhalt:
Sie treffen sich jeden Dienstagabend: Miss Marple, ihr Neffe Raymond West und einige andere interessante Persönlichkeiten. Jedes Mitglied bringt ein Problem vor, ein ungelöstes Rätsel, eine geheimnisvolle Angelegenheit, ein unaufgeklärtes Verbrechen. Mit Erfahrung, Intuition, psychologischer Einsicht, Phantasie und nüchterner Überprüfung der Beweismittel wollen sie alle Rätsel lösen. Doch natürlich ist es Miss Marples Lebensklugheit, gewonnen in dem Dörfchen St. Mary Mead, die alle Verbrechen und Geheimnisse aufdeckt.

Folgende Geschichten sind in dem Buch enthalten:
Der Dienstagabend-Club, Der Tempel der Astarte, Die verschwundenen Goldbarren, Der rote Badeanzug, Die überlistete Spiritistin, Der Daumenabdruck des heiligen Petrus, Die blaue Geranie, Die Gesellschafterin, Die vier Verdächtigen, Eine Weihnachtstragödie, Das Todeskraut, Die seltsame Angelegenheit mit dem Bungalow, Der Fall von St. Mary Mead

Kommentar zum Buch & Fazit:
Jeweils dienstags treffen sich Miss Marple und einige Bekannte zum Dinner. Es dauert nicht lange, bis das Gespräch auf Verbrechen und ungelöste Fälle kommt – und Miss Marple zum ersten Mal alle Anwesenden mit ihrem Wissen verblüfft. Und weil ihnen das Rätseln solche Freude bereitet einigen sich die Gäste darauf, dass alle einen Kriminalfall erzählen und die anderen versuchen diesen zu lösen.
Zu Erstaunen aller Anwesenden gelingt es ausgerechnet der unscheinbaren Miss Marple, die meisten Fälle zu lösen. Bewundernswert, immerhin verließ die ältere Dame in ihrem Leben doch nur sehr selten ihr Dorf. Doch schnell zeigt sich, dass sich auch im so beschaulich wirkenden St. Mary Mead einiges ereignet hat – und so hat Miss Marple etliche Parallelfälle anzubieten…
Der „Dienstagabendclub“ ist ein sehr kurzweiliges, unterhaltsames Buch mit etlichen spannenden – aber wie in solchen Sammlungen üblich auch einigen weniger spannenden – Geschichten. Die kleinen Krimigeschichten laden zum mitzurätseln ein, obwohl man in der Regel nicht auf die richtige Lösung kommen wird. Das gelingt vermutlich nur Miss Marple.
Insgesamt lässt sich das Buch zügig durchlesen, man kann es aber auch ruhig mal zur Seite legen und später weiterlesen.

Fazit: Ein sehr schönes kleines Buch für Zwischendurch.

[Projekt 52] All you need is love

So, hier kommt nun endlich wieder einmal ein Beitrag für das „Projekt 52“. Eigentlich hieß das siebte Thema ja „All you need is love“, aber mein Pingu hat sich wohl leicht verhört und eine Kleinigkeit falsch verstanden. Auf jeden Fall hat er sich zielstrebig vor dem aktuellen Programmheft des Circus Roncalli platziert und strahlt nun mit einigen anderen lustigen Gesellen um die Wette. Aber „All you need is laugh“ ist doch auch ein schönes Motto, oder?

[Gelesen] Vergiss Mein Nicht von Karin Slaughter

Karin Slaughter: Vergiss mein nicht
Genre: Krimi/Psychothriller
Seiten: 512
Verlag: rororo
ISBN: 978-3499232435 Pick It! Pick It!
Originaltitel: Kisscut

Inhalt (Klappentext):
Es sind doch noch Kinder. Ein schrecklicher Sommerabend in Heartsdale, Georgia: Auf einem Parkplatz droht eine Dreizehnjährige einen Mitschüler abzuknallen. Vergeblich versucht der Polizeichef die Situation zu entschärfen – das Mädchen muss erschossen werden, um das Schlimmste zu verhindern. Die ganze Stadt fragt sich ratlos, was die eher unscheinbarere Schülerin in eine entschlossene Mörderin verwandelt hat. Da macht Pathologin Sara Linton bei der Obduktion des Mädchens eine Entdeckung, die schockierender ist als alles, was sie bisher gesehen hat…

Kommentar zum Buch & Fazit:

„Vergiss mein nicht“ stand schon sehr lange auf der – zugegeben sehr umfangreichen – Liste der Bücher, die ich – wann auch immer – unbedingt lesen möchte. Vor einiger Zeit habe ich es nun in der Bibliothek entdeckt – und bin froh, dass ich es mir nicht gekauft habe. Der Titel „Vergiss mein nicht“ passt erstaunlich gut zu diesem Buch: So schnell werde ich das Buch nämlich wohl nicht vergessen. Allerdings nicht, weil es so gut war. Vielmehr wird es mir als Warnung dienen in nächster Zeit kein Buch mehr von Karin Slaughter zur Hand zu nehmen. Es passiert wirklich selten, dass ich auch nur daran denke ein Buch abzubrechen: Diesmal war ich allerdings wirklich kurz davor, obwohl ich es dann doch bis zum Ende durchgehalten habe. Auch wenn das Buch spannend anfang, zog sich die Geschichte dann doch ziemlich hin. Insgesamt fand ich das Buch außerdem thematisch viel zu überladen. Es kam mir vor, als habe sich die Autorin nicht entscheiden können und schließlich alles in einem Buch unterbringen wollen. Dabei wurde vieles dann leider nur oberflächlich angerissen…

Ich möchte nicht bestreiten, dass der Krimi spannend geschrieben ist, allerdings hat mich die Geschichte ab einem Gewissen Punkt überhaupt nicht mehr überzeugt und die Brutalität der Sprache hat mich schlichtweg abgestoßen. Ich bin inzwischen wirklich vieles gewöhnt, aber „Vergiss mein nicht“ war mir deutlich zu extrem. Ich habe nun einmal eine (zu) gute Fantasie und auf solche Bilder, wie sie mir während der Lektüre in den Kopf kamen, kann ich sehr gut verzichten…

Viele andere Leser scheinen von Karin Slaughters Reihe begeistert zu sein. Für mich sind ihre Bücher aber wohl eher nichts…