[Alltagsgeflüster] Der Alltag hat mich wieder

Wie ihr möglicherweise (nicht) gemerkt habt, war ich in der vergangenen Woche im Urlaub. Jetzt bin ich zurück und kann/muss mich wieder meinen alltäglichen Pflichten – etwa der besagten Hausarbeit für die Uni – widmen. Aber zum Glück bleibt auch noch genügend Zeit, um die unzähligen im Urlaub entstandenen Fotos zu bearbeiten und ein wenig zu experimentieren. So habe ich nun endlich mal ein Bild erstellt, welches sozusagen aus dem Rahmen fällt (=“Out of Bounds“ Technik). Naja, da es der erste Versuch war ist es noch alles andere als perfekt, aber mir gefällt’s. 😉
Das Bild ist übrigens im Zoo in Hannover entstanden. Nicht nur wegen der wirklich knuffigen Giraffen kann ich jedem einen Besuch dort empfehlen. Es lohnt sich!

[Alltagsgeflüster] Bilderbücher

Ich lese momentan regelmäßig Bilderbücher! Nicht, weil ich keine spannenden Romane mehr zu Hause habe, sondern weil ich momentan eine Hausarbeit zum Thema „Tod im Bilderbuch“ schreibe. Das Thema ist wirklich interessant, da es bis vor einigen Jahren kaum Bilderbücher zu diesem Thema gab, die Auswahl inzwischen aber ziemlich groß ist. In der „Sichtungsphase“ habe ich rund 30 Bücher mit unterschiedlicher Thematik (Tod eines Kindes, eines Erwachsenen, eines Haustieres etc.) durchgesehen. Die Auswahl war gar nicht so einfach: Einige Bücher sind nämlich auf inhaltlicher Ebene sehr interessant, aber auf künstlerischer Ebene sehr problematisch. Andere wiederum beinhalten wirklich gute Bilder haben aber einen sehr schwachen Text. Jetzt habe ich allerdings zwei Bücher gefunden, die in meinen Augen textlich und bildlich interessant und gelungen sind und stecke schon mitten in der Arbeit. In beiden von mir ausgewählten Bilderbüchern geht es um den Tod eines Kindes: Einmal stirbt der beste Freund der Protagonistin, im anderen Buch ist es die jüngere Schwester. Zwar ähnelt sich die Thematik (=Tod eines Kindes durch Unfall) aber Autoren und Illustratoren sind ganz unterschiedlich an die Sache herangegangen und haben sich auf unterschiedliche Art und Weise der mit der Thematik auseinandergesetzt. Ich hätte nie gedacht, wie viel man da vergleichen und analysieren kann!

[Gelesen] Relictum von Michael Byrnes

Byrnes, Michael: Relictum

Genre: Mysterythriller
Seiten: 459
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3426637050

Inhalt (Verlagsangabe)
Eine mit modernstem Hightech-Gerät ausgerüstete Söldnertruppe stürmt den Felsendom in Jerusalem und raubt aus einer verborgenen Grabkammer eine antike Reliquie: ein Ossarium, das die Gebeine eines unbekannten Toten enthält. Auftraggeber ist der römische Kardinal Santelli, dem ein geheimnisumwittertes Manuskript aus dem 1. Jahrhundert in die Hände gespielt wurde. Dort finden sich Hinweise darauf, dass diese Grabkiste die sterblichen Überreste Jesu Christi enthalten könnte. Und Santelli will mit allen Mitteln verhindern, dass die heilige Lehre von der Auferstehung Christi widerlegt wird …

Kommentar zum Buch & Fazit:
Die Ausgangssituation klingt wirklich spannend: Bewaffnete Söldner dringen in den Felsendom ein und stehlen eine antike Reliquie. Handelt es sich bei den Knochen etwa um die Gebeine Jesu? Gemeinsam mit einem italienischen Kollegen soll die Wissenschaftlerin Dr. Charlotte Hennesey dieser Frage auf Wunsch des Vatikans nachgehen. Doch was die Wissenschaftlerin nicht weiß: Nicht alle Ergebnisse sind von den Auftraggebern erwünscht und so gerät sie schnell in das Abenteuer ihres Lebens.

Erstaunlich an der ganzen Geschichte ist, dass eigentlich von Anfang an klar ist, wer der Drahtzieher des Raubes und der Bösewicht ist. Man fragt sich allerdings, wie all die anderen Charaktere mit diesem zusammenhängen, welche Ziele sie haben und was einen im Verlauf der Geschichte noch erwarten wird.
Eines kann man schon verraten: Etliche Ortswechsel, Zeitsprünge und unzählige auftretende Personen, deren Charakterdarstellung größtenteils auch noch sehr oberflächlich bleibt, machen das Lesen der Geschichte ziemlich mühsam. „Wer war noch mal wer? Gut oder böse? Und warum existiert diese Person überhaupt?“ sind nur einige Fragen, die ich mich während der Lektüre regelmäßig gestellt habe.

Insgesamt ist die Geschichte ganz spannend, hält aber von der Thematik her nicht, was sie verspricht und wirkte ziemlich konfus: Zwar werden in „Relictum“ halbgeschichtliche Fakten, Verschwörungstheorien, brutale Übergriffe und einige Actionszenen vermischt, was aber allein nun einmal kein gutes Buch ausmacht.
Fazit: Mein Fall war „Relictum“ es nicht. Die Fortsetzung werde ich nicht mehr in die Hand nehmen.