[Literaturgeflüster] Die Kraft der Bücher

„Ich glaube, die meisten Menschen gehen in einen Buchladen und haben keine Ahnung, was sie eigentlich kaufen wollen. Aber die Bücher stehen in den Regalen und bringen die Menschen fast wie durch Zauberkraft dazu, sie in die Hand zu nehmen. Die richtige Person für das richtige Buch. Es ist, als wüssten die Bücher schon, in welches Leben sie eingreifen müssen, wo sie etwas bewirken, wie sie eine Lektion erteilen und genau im richtigen Moment ein Lächeln auf ein Gesicht zaubern können.“

Aus: „Ich schreib dir morgen wieder“ von Cecelia Ahern. (S. 360)

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[Literaturgeflüster] Die Qual der Wahl

Kennt ihr das: Ihr habt unzählige Bücher im Schrank stehen und könnt euch nicht entscheiden, welches davon ihr als nächstes lesen wollt? Seitdem ich mich vor einer Weile in der Bücherei wieder mit Lesestoff eingedeckt habe, stehe ich nun regelmäßig unentschlossen vor dem Stapel, lese mir immer wieder die Klappentexte mehrerer Bücher durch und schaue mir den Anfang mehrerer Geschichten an. Und da alles ziemlich gut klingt, bin ich dann auch nicht weiter….

Na ja, für die anstehende Zugfahrt und die kommenden Tage habe ich mir nun „Die Wahrheit meines Vaters“ (Jodi Picoult), „Verwesung“ (Simon Beckett) und „Samuel und die Liebe zu den kleinen Dingen“ (Francese Miralles) eingepackt. Welches dieser drei Bücher ich wirklich anfange, werde ich dann wohl erst im Zug entscheiden – das hängt vermutlich auch von der Umgebung (ist es ruhig oder unruhig, ist laute Musik zu hören, die ich ausblenden muss, oder kann ich mich voll und ganz auf die Geschichte konzentrieren?) ab.

[TRND] Cewe Fotobuch Test 2: Online-Editor

Nachdem ich vor kurzem bereits die Cewe Fotobuch-Software testen durfte, konnte ich mir dank TRND nun noch ein weiteres Fotobuch mit dem Cewe Online-Editor erstellen. Meine Erfahrungen möchte ich hier gerne mit euch teilen.

Die Vorbereitung
Die Bildauswahl
Da ich in den vergangenen Wochen wieder regelmäßig beim Circus Roncalli fotografieren durfte und dort erneut sehr viele schöne Fotos entstanden sind, musste ich auch diesmal nicht lange über ein (anderes) Thema für mein Fotobuch nachdenken. Die Bildauswahl ging deutlich schneller als beim ersten Mal und von den gewählten Fotos habe ich dann auch fast alle genommen. Nur einige musste ich austauschen, weil sie nicht ins „Konzept“ passten bzw. in Kombination mit den anderen Bildern nicht so gut aussahen.

Programmstart
Der CEWE Online-Editor ermöglicht es einem, ein Fotobuch zu gestalten ohne zuvor Software herunterzuladen und installieren zu müssen. Den OnlineFotoservice findet man unter: http://www.onlinefotoservice.de. Dort erreicht man mit einem Klick auf “Meine Galerie” den Bereich für den Online-Editor und kann – wenn man sich registriert hat – mit der Erstellung des Fotobuches beginnen.

Der Programmstart verlief (in der Regel & von wenigen Ausnahmen abgesehen) problemlos. Auf den ersten Blick scheint es als sei der Online-Editor für Leute, die sich nur ungern Programme aus dem Internet herunterladen und auf dem Computer installieren möchten, eine wirkliche Alternative zur Software.

Die Gestaltung
Wie in der Software muss man auch hier zuerst das Format des Fotobuchs auswählen. Ich habe mich für ein CEWE FOTOBUCH Groß Hardcover (28 x 21) mit 26-Seiten entschieden, da mir dieses Format recht gut gefällt. Wie in der Software kann man die Seitenzahl auch im Online-Editor nachträglich verändern. Wenn man später aber doch lieber ein anderes Format hätte, muss man ein völlig neues Projekt erstellen.

Foto-Upload:
Nachdem man sich für ein Format entschieden hat, muss man die Fotos zum Server hochladen. Das Hochladen hat bei mir leider nicht nur ewig gedauert, sondern wurde auch regelmäßig abgebrochen. Zudem waren Fotos, die längst hätten hochgeladen sein müssen, bei einem erneuten Start des Online-Editors nicht mehr aufzufinden, so dass ich sie erneut hochladen musste. Zudem fand ich persönlich die Präsentation der hochgeladenen Fotos recht unübersichtlich: Diese lagen – je nach Upload-Datum – in verschiedenen Ordnern, die sich auch nicht irgendwie zusammenfügen ließen etc. Außerdem gab es in den Ordnern mehrere Seiten, was aber erst auf den zweiten oder auch dritten Blick ersichtlich wird.

Erstellung
Im Online-Editor steht dem Benutzer auch wieder ein „Assistent“ zur Verfügung, der bei der Gestaltung des Fotobuches unterstützen soll und die hochgeladenen Fotos auf Knopfdruck auf den Seiten verteilt. Nach meinen Erfahrungen mit dem Assistenten der Software, der ähnlich aufgebaut ist, habe ich diesmal von Anfang an auf dessen „Hilfe“ verzichtet und sofort frei gearbeitet – oder das zumindest versucht. Ich wollte meine Bilder nämlich gerne nach meinen Vorstellungen auf den Seiten verteilen und anordnen.
Wie beim Erstellen meines ersten Fotobuches habe ich auch diesmal zuvor wieder ein „Konzept“ entwickelt und hatte eine gute Vorstellung davon, welche Bilder wie auf welcher Seite zu sehen sein sollten. Erneut habe ich mich von Seite zu Seite durchgearbeitet und die Bilder nach meinen Vorstellungen arrangiert – oder das zumindest versucht.

Der Online-Editor ermöglicht es einem, die Seiten frei zu gestalten, einen von vielen Layout-Vorschlägen zu wählen oder beide Methoden zu kombinieren. In einigen Fällen habe ich auf vorgefertigte Layouts zurückgegriffen und musste meine Fotos nur noch per „Drag & Drop“ in die entsprechenden Bildboxen einfügen, was sehr einfach geht. Leider gab es aber keinen Layout-Vorschlag für eine – von mir häufig bevorzugte – Seite mit zwei hohen Bildern nebeneinander, so dass ich viele Seiten von Hand gestalten musste. Das war nicht so einfach, denn

– die Fotos wurden immer automatisch (falsch) gedreht. Hochkant gespeicherte Fotos wurden fälschlicherweise quer eingefügt, so dass ich jedes einzelne Foto von Hand drehen musste.

– die Fotos lassen sich nicht vernünftig platzieren und ausrichten, weil es keine Zoom-Funktion gibt. Es gibt zwar ein Raster, aber auch damit lassen sich Bilder nicht exakt anordnen. Ich hätte mir vernünftige Lineale und die Möglichkeit die Seitenansicht zu vergrößern gewünscht.

– Bildboxen lassen sich immer nur in beide Richtungen vergrößern, was ziemlich umständlich und nervig ist. Man kann nämlich nicht präzise arbeiten und muss die Bilder ständig wieder richtig positionieren. In der Software konnte man die Bilder jeweils in eine Richtung vergrößern bzw. verkleinern, was deutlich benutzerfreundlicher war.

– es gibt keine Funktion, um Aktionen rückgängig zu machen. Man kann das Bild höchstens durch ein anderes austauschen. Wenn man das Bild löscht, verschwindet gleichzeitig auch die Bildbox. Wenn man deren Größe und Position gerade mühevoll von Hand angepasst hat, ist das extrem ärgerlich!

Leider kann man auch die Position der Doppelseiten im Buch nicht verändern. Wenn ich also eine bereits fertige Seite im Nachhinein doch lieber an einem anderen Platz im Buch gesehen hätte, hätte ich die Seiten nicht einfach austauschen bzw. verschieben können.

Im Online-Editor konnte man wieder eine Vielzahl von Hintergründen, Bilderrahmen und Cliparts einfügen, worauf ich aber verzichtet habe. Meines Erachtens lenken die meisten der vorhandenen Bilderrahmen und Cliparts nämlich von den Fotos ab und das möchte ich natürlich nicht. Die Möglichkeit einen farbigen Hintergrund einzubauen habe ich diesmal schlichtweg übersehen…

Über die Qualität des Bildes wird man auch im Online-Editor wieder an Hand eines farbigen Smileys informiert. Dieser zeigt an, ob sich die Bilder von der Auflösung etc. für die jeweilige Form eignen, was ich als sehr hilfreich empfinde. Allerdings hat man im Online-Editor keine Möglichkeit die Fotos nachzubearbeiten. Diese Funktion habe ich beim letzten Mal zwar nicht benötigt, das Fehlen ist mir diesmal aber negativ aufgefallen.

Schwierigkeiten
Als letztes – nachdem ich die normalen Seiten nach meinen Wünschen mit Fotos gefüllt hatte – wollte ich zum Abschluss noch das Cover und den hinteren Deckel gestalten. Dabei sind leider erhebliche Probleme aufgetreten.
Nur mit viel Mühe – und noch mehr Geduld – konnte ich auf diesen beiden Seiten überhaupt einen neuen Rahmen erstellen. Das ist erst nach unzähligen Versuchen gelungen, auch mit den Layout-Vorschlägen hat das System nicht anders verfahren.

Danach hatte ich das Problem, dass ich kein Bild in die entsprechenden Rahmen hineinziehen konnte. Am dem gewählten Foto lag es nicht, da es sich auf jeder anderen Seite problemlos einbauen ließ.
Zudem hatte ich den Eindruck, dass sich der gesamte Editor extrem verlangsamt hat, sobald ich diese Cover-Seite ausgewählt habe. Denn wenn ich von einer anderen Seite zum Cover wechselte, brauchte es recht lange und auch bis die Bildvorschau am Rand geladen war, hat es länger gedauert als auf anderen Seiten. Es machte den Eindruck, dass der Editor zwar begriffen hat, dass ich das gewünschte Bild durch Anklicken ausgewählt habe, aber nicht, dass er das Bild in den entsprechenden Rahmen ziehen soll. Es schien, als hänge sich der Online-Editor auf: Eine Fehlermeldung habe ich aber nicht erhalten.

Erst nach einer etwa einstündigen Pause und mehrmaligem Neustart des Online-Editors ließ sich das Problem beheben. Das Laden von Cover und hinterem Deckel und das Einfügen der Bilder dauerte zwar immer noch unglaublich lange, hat nach mehrfachen Versuchen letztendlich dann aber doch funktioniert. Zum Glück…
Nachdem alles fertig war, habe ich mir das gesamte Buch noch einmal angesehen und Seite für Seite kontrolliert. Dabei habe ich darauf geachtet, dass alle Bildboxen gefüllt waren, dass die Fotos an der gewünschten Stelle zu sehen waren und sich nichts versehentlich verschoben hat und das die Qualität der Bilder wirklich ausreichte.

Danach habe ich den Bestellvorgang gestartet: Da ich ja bereits zu Beginn der Erstellung alle Bilder zum Server übertragen habe, ging nun alles ziemlich schnell und es gab keine Probleme. Ich habe mir das Buch wieder nach Hause liefern zu lassen. Die Kosten dafür wurden auch diesmal wieder vom TRND Gutschein abgedeckt und glücklicherweise wurde der Gutschein bei problemlos angerechnet.
Zum Abschluss bekam ich eine Auftragsbestätigung per Mail.

Das Ergebnis:
Nach fünf Tagen hat mich das Fotobuch dann erreicht. Wie schon mit dem ersten Fotobuch, bin ich auch mit diesem wieder recht zufrieden.

Der Großteil meiner Fotos sieht im Buch genau so aus, wie ich es erhofft und erwartet habe. Fast alle Fotos sind scharf und klar gedruckt und überzeugen durch ihre kräftigen Farben. Einem Foto hat die automatische Korrektur nicht ganz so gut getan, da der Hintergrund nun ein wenig zu hell ist, aber darüber kann ich hinwegsehen.

Da ich diesmal besser auf den Abstand der Bilder zu den Rändern geachtet habe, lassen sich die meisten Bilder mühelos vollständig erkennen. Ein Vorteil ist, dass in der Onlineversion in der Mitte eine gestrichelte Linie angedeutet wird. Obwohl ich darauf geachtet habe, liegen aber einige wenige meiner Fotos noch immer zu nah am „Knick“ an der Buchmitte. Auch diesmal hätte ich mir bei der Erstellung einen Warnhinweis erhofft: Im Gegensatz zur Software, in der ein solcher zumindest erschien, wenn das Bild zu weit oben oder unten platziert wurde, ist im Online-Editor kein einziger aufgetaucht.

Negativ aufgefallen ist mir auch, dass teilweise nicht alle Fotos auf einer Seite auf der gleichen Höhe liegen bzw. die Bilder, die es hätten sein sollen, nicht gleichgroß sind. Das hatte ich aber schon erwartet / befürchtet, da sich die Bilder ja nicht vernünftig vergrößern & positionieren ließen und man sich die Seiten wegen der Fehlenden Zoom-Funktion nicht aus der Nähe ansehen konnte. Zum Glück sind die Unterschiede nicht so groß, dass sie auf Anhieb ins Auge fallen.

Fazit
Obwohl sich das Fotobuch sehen lassen kann und qualitativ gut ist, ist der Online-Editor bei mir durchgefallen. Die Erstellung des Fotobuches war ziemlich mühsam und hat sehr viel Zeit und noch mehr Nerven gekostet. Hätte ich keinen Gutschein gehabt, hätte ich sicherlich nach einer Weile aufgegeben, da ich irgendwann keine Lust mehr hatte mich mit dem Online-Editor rumzuquälen.

Insgesamt hat mir die Software deutlich besser gefallen: Die Erstellung des Fotobuches ging damit meines Erachtens deutlich einfacher und schneller als mit dem Online-Editor. Zudem war das Platzieren und Anpassen der Fotos und Seiten viel einfacher und man konnte deutlich präziser arbeiten. Der Online-Editor muss auf jeden Fall weiterentwickelt werden. Momentan kann ich den Editor niemandem mit gutem Gewissen empfehlen.
Unterschiede gibt es aber zum Glück nur bei der Erstellung des Fotobuches. Das Ergebnis ist mit der Software und dem Online-Editor das gleiche: Ein schönes Fotobuch, das sich sehen lassen kann.

Der Cewe-Support:
Da bei der Erstellung zwischenzeitlich Probleme (s.o.) aufgetreten sind, „durfte“ ich gleich auch den CEWE-Support testen. Zuerst habe ich mir im Chat Hilfe gesucht. Kurz nachdem ich mich dort eingeloggt habe, meldete sich ein persönlicher Berater bei mir und fragte nach meinem Problem. Nachdem ich ihm das geschildert habe, riet er als erstes zu überprüfen, ob meine Bilddateien den folgenden Kriterien entsprechen:

– Dateiformate: JPG, TIFF, GIF, PNG (jedoch ohne Transparenz)
– Auflösung von maximal 360 DPI
– Abmessungen von maximal 24 Megapixel (4000 x 6000 Pixel)
– Farbraum sRGB (kein CMYK oder Graustufen)
– Bilder ausschließlichvon der internen Festplatte genutzt
– Keine Sonderzeichen oder doppelte Leerzeichen in den Bildnamen

Da meine Bilder all‘ diese Voraussetzungen erfüllt haben, konnte es daran (rein theoretisch) schon einmal nicht liegen. Danach hat er selber verschiedene Dinge ausprobiert – welche kann ich nicht sagen – und mich dann gebeten einige Funktionen zu testen. Leider hat er nicht herausgefunden, wodurch meine Schwierigkeiten verursacht wurden.

Er bat mich, dem Support-Team eine E-Mail zu schreiben und mein Problem erneut zu schildern. Das habe ich getan und einen Tag später erhielt ich die Antwort, dass sich nun Fachleute mit meinem Problem auseinandersetzten würden. Zum Glück konnte ich es dann ja von selbst lösen…

Aber immerhin: Der Support ist bemüht einem zu helfen und scheint auch schnell zu arbeiten.